Medienkompetenz in der Schule: „Reden wir nur über gute Sachen auf dem Handy“

Was für ein guter Vorschlag! Nicht kapiert? Hier kommt der Comic dazu …!

IMG_2253IMG_2254Künstlerin: C., 13 Jahre, Schülerin der Albert-Schweitzer-Schule, Stuttgart

Digital macht Schule / PSD L(i)ebensWert

„Der Blog ist eine sinnvolle und bereichernde Erweiterung unserer sonderpädagogischen Förderung und macht den Unterricht in vielen Fächern lebendiger. Durch den Blog werden die Schüler*innen ermutigt, ihr Erleben zum Ausdruck zu bringen, gleichzeitig lernen die Schüler*innen, sich für ihre eigenen Belange zu engagieren und damit selbstbewusst und ohne Angst in die Öffentlichkeit zu gehen. Bei der Arbeit mit dem Blog sind Selbsttätigkeit und die Eigenleistung ein wichtiges Element. Zu experimentieren, Fantasie und Kreativität als Grundlagen der Handlungskompetenz sind Eigenschaften, die wir nicht nur in der realen Welt, sondern auch in der virtuellen Welt fördern. Damit schaffen wir Voraussetzungen, die den Aufbau eines positiven Selbstkonzepts der Schülerinnen unterstützen.

Doch das Internet bietet unseren Schüler*innen nicht nur Chancen und Möglichkeiten, sondern es birgt auch Gefahren, die ihnen oft zunächst gar nicht oder nicht hinreichend bewusst sind. Unsere Schüler*innen sind über ihr Handy ständig erreichbar und auf YouTube, SnapChat, Instagram, WhatsApp, Facebook und Co. sehr aktiv. Dabei verkennen sie oft die Probleme, die sich durch die mediale Selbstdarstellung mit Text, Bild und Video beim Chatten ergeben können. Oft überlassen sie nicht nur ihre Daten anderen ungeschützt, sie lassen sich auch viel zu schnell auf Konflikte in den Kommunikationsmedien ein oder werden selbst Opfer von Cybermobbing.

Unsere Schüler*innen erwerben im Unterricht Erkenntnisse darüber, aber auch Fertigkeiten für das Gestalten, das anwendungsbezogene Recherchieren und das Kommunizieren von Informationen. Mit unserem Blog-Projekt lernen die Schüler*innen den Umgang mit den Neuen Medien in dem Bewusstsein, an gesellschaftlichen Kommunikations- und Austauschprozessen zu partizipieren. Die Erfahrungen, die sie dabei machen  bestätigen sie in dem Gefühl, dabei zu sein. So schaffen wir die Voraussetzungen für eine nicht nur medienkritische, sondern auch geschlechterbezogene Reflexion. Die Schüler*innen hinterfragen ihre eigene Selbstdarstellung sowie die der anderen, loten Gefahren der medialen Kommunikation aus und entwickeln Strategien zur Prävention. Themen wie Identitätsbildung, Privatheit und Öffentlichkeit in den Medien, Rollenbilder und Gender sowie Schein und Sein in den Medien machen wir zum Thema.

Unseren Blog verstehen wir als Lernmedium mit dem Ziel, sie zu digital mündigen Bürger*innen zu machen. Von der technischen Umsetzung bis hin zu Medienrechts- und Urheberrechtsfragen sind viele Aspekte relevant, die man am besten dadurch lernt, dass man sie selbst erfährt und dabei angeleitet, beraten und begleitet wird. Wir sind der Überzeugung, dass eine frühzeitige, intensive Förderung der Medienkompetenz eine entscheidende Voraussetzung dafür ist, dass herkunftsbedingte Ungleichheiten in der Bildung nicht weiter zunehmen.“

 

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