„Wir brauchen mehr Geschichtsunterricht“

Heute vor 75 Jahren wurde Auschwitz befreit.

Wie sieht Geschichtsunterricht heute aus?
Welchen Auftrag hat Schule?
Oder liegt es vielmehr in den Händen engagierter Einzelpersonen, aktuelle Kontexte in Bezug zu „DAMALS“ zu setzten?

Exemplarisch ein Beitrag der Hamburger Schülerin, E. Sadigh (17 J.) mit einem deutlichen Appell:

„Wenn Schule uns dabei helfen soll, kritisch denkende Demokraten zu werden, dann müssen wir mehr darüber diskutieren, wie es zu dem Völkermord an den Juden kam. Und wir müssen uns dort gemeinsam Gedanken machen, wie wir heute gegen alle Ausprägungen des Faschismus angehen können. Es ist ja leider heute wieder sehr aktuell.“

„Ich weiß, es gibt Schülerinnen und Schüler, die sich genauso wenig für den Faschismus interessieren wie für den Satz des Pythagoras. Ich meine aber, dass daran auch die Schule schuld ist. Bei uns in Hamburg zum Beispiel ist Geschichte in der Oberstufe kein verpflichtendes Fach mehr. In der 10. Klasse müssen deshalb in zwei Schulstunden pro Woche alle Themen von Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute durchgenommen werden. Das führt dazu, dass die NS-Zeit völlig verkürzt und unvollständig behandelt wird. Als ginge es gar nicht darum, dass wir wirklich begreifen, was passiert ist, sondern nur darum, in möglichst kurzer Zeit eine Leistungsüberprüfung nach der anderen zu überstehen.“

„Neulich kam eine Zeitzeugin, die Auschwitz überlebt hat, zu uns in die Schule. Esther Bejarano heißt sie. Es war gar nicht so leicht, jemanden zu finden, der sie auf der Bühne in der Aula interviewen wollte. Dabei war der Besuch der Zeitzeugin wirklich berührend für die meisten Schüler und Schülerinnen, die sich ihren Vortrag angehört haben. Solche Gelegenheiten sorgen ja dafür, dass wir besser begreifen können, was der Holocaust bedeutet hat.“

Lest den gesamten Artikel von E. Sadigh auf ZEIT.ONLINE.

„Besonders gefährlich: Unwissen.“

 

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Anbei auch nochmals ein Hinweis auf den Blogbeitrag unserer Schüler*innen, der nach dem Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau im Schuljahr 19/20 entstanden ist.

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